Wann ist die beste Reisezeit für Island? – Katla Travel

Die Frage „Wann ist die beste Reisezeit für Island?“ ist eine der häufigsten, die uns gestellt wird. Die Antwort darauf ist nicht so einfach, denn jeder hat persönliche Vorlieben und seine eigenen Erwartungen an einen unvergesslichen Urlaub auf der faszinierenden Insel im hohen Norden. Zudem bieten Frühling, Sommer, Herbst und Winter jeweils ihren ganz eigenen, unverwechselbaren Reiz. Wir helfen euch heute, die für euch perfekte Reisezeit für Island zu finden.

Wann ist die beste Reisezeit für Island?

Die Frage ist so häufig wie berechtigt. Für viele Menschen ist eine Reise nach Island, das nicht gerade eines der günstigsten Reiseländer der Welt ist, ein Once-in-a-Lifetime-Erlebnis, das natürlich persönliche Erwartungen erfüllen und individuellen Vorlieben gerecht werden soll. Und genau die sollte man sich noch einmal genau ansehen, wenn man einen Urlaub in Island plant. Wie viel kann und will ich ausgeben, was will ich unbedingt sehen, wohin will ich unbedingt, und wie tolerant bin ich gegenüber möglicherweise sehr wechselhaftem Wetter?

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Oktober am Mývatn: Farbenpracht und weiße Gipfel

Was will ich in Island sehen, erleben – und zahlen?

Jemand, der tagesfüllende Outdoor-Aktivitäten liebt, ist im Sommer mit seinen vielen Tageslichtstunden in Island gut aufgehoben (auch wenn in Island das Wetter natürlich immer wechselhaft sein kann). Für Menschen, die landschaftliche Highlights nicht gerne mit zu vielen anderen teilen, empfehlen sich eher Monate in der Nebensaison, also im Frühling oder Herbst.

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Sommerzeit ist Wanderzeit in Island

Wer allerbeste Chancen auf Polarlichter und Schnee haben will, der kommt im Winter auf seine Kosten. Kosten sparen lassen sich wiederum am besten zwischen Oktober und März (mit Ausnahme der Weihnachtszeit): In diesen Monaten sind Flüge, Mietwagen und Unterkünfte tendenziell billiger.

Hochland, nistende Vögel, Eishöhlen: Nur saisonal möglich

Es gibt in Island auch Orte, die man nur in bestimmten Jahreszeiten besuchen kann, Naturereignisse, die saisonale Höhepunkte haben: Wer das Hochland erkunden will, der MUSS in den Sommermonaten kommen, weil im restlichen Jahr die Pisten dort gesperrt sind. Wer eine der faszinierenden natürlichen Eishöhlen wie die am Vatnajöküll von innen sehen möchte, der sollte zwischen Ende Oktober und Mai seine Reise unternehmen.

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Nur im Sommer kann man das Hochland erkunden

Und wer immer schon den Papageitaucher, den isländischen Wappenvogel, live und in Farbe sehen wollte, der kann das ausschließlich von März/April bis August an den zahlreichen, tollen Beobachtungsplätzen tun. Etwas kleiner ist das Zeitfenster für das faszinierende Phänomen der Mitternachtssonne, das sich zwischen Mitte Mai und Mitte August zeigt. Hier noch einmal eine Zusammenfassung der vier Jahreszeiten:

Frühling in Island: Die Natur erwacht

Der Frühling in Island (März, April und Mai) ist eine Zeit vieler „noch’s“ und „schon’s“: Noch ist das Wetter sehr wechselhaft und reich an Niederschlägen, die aber schon weniger sind als im Winter. Noch ist es die Saison für Polarlichter, für Gletschertouren, noch sind die Pisten im Hochland geschlossen, aber viele Outdoor-Aktivitäten (Walbeobachtungen, Reittouren, Vogel-Beobachtung, Festival-Besuche etc.) sind schon möglich.

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Für Vogelliebhaber sind die Frühlings- und Sommermonate die perfekte Reisezeit

Flüge, Mietwagen und Unterkünfte sind noch deutlich preiswerter als im Sommer, und das Land ist noch deutlich weniger besucht als im Sommer. Dafür sind umso mehr Zugvögel wieder im Land und beginnen mit dem Brüten. Das Frühlingserwachen in Island erlebt ihr eindrucksvoll und unvergesslich bei der Frühlingsrundreise über die Insel, bei der ihr unter anderem den legendären Golden Circle und die Highlights der Südküste, aber auch die Ostfjorde und das Gebiet um den Mývatn erkundet.

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Frühlingserwachen an der Ringstraße

Sommer in Island: Viel Licht, viel Outdoor, viele Menschen

In seinem Buch „Zehn Tipps, das Morden zu beenden und mit dem Abwasch zu beginnen“ schreibt der isländische Autor Hallgrímur Helgason Folgendes über den Sommer in seinem Heimatland: „Der isländische Sommer ist wie ein Kühlschrank, den man sechs Wochen offen lässt. Das Licht ist die ganze Zeit an und das Gefrierfach taut, aber richtig warm wird es nie.“ Das trifft die Monate Mai, Juni und Juli ziemlich gut: Wegen der Mitternachtssonne ist es teilweise bis zu 24 Stunden hell, was Sightseeing, Wanderungen, Whale Watching, Reittouren, Ausflüge ins Hochland, Kajak- und Rafting-Touren theoretisch rund um die Uhr möglich macht.

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Magisch: Island während der Mitternachtssonne

Die Sommermonate sind die wärmsten in Island, auch wenn das Wetter immer spontan umschlagen kann und man sich kleidungstechnisch dafür rüsten sollte. Im Allgemeinen aber ist der Sommer in Island wegen der vielen hellen Stunden die ideale Reisezeit für ausgedehnte Outdoor-Aktivitäten, lange Roadtrips und flexible Tagesgestaltung. Das zieht natürlich Menschen aus aller Welt an – der Sommer in Island ist allgemein die beliebteste Reisezeit, dementsprechend voll kann es an vielen Hotspots werden. Die Kosten für Flüge, Mietwagen und Unterkünfte sind höher als in der Nebensaison.

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Sommerlicher Sonnenuntergang

Der Sommer mit seinen vielen Stunden Tageslicht ist eine ideale Reisezeit für Aktivreisen und Wandern sowie für Mietwagen-Reisen, die neben vielen Erkundungen auch ganz viel Erholung bieten: Entspannung pur – Ferienhausurlaub Süd & Nord, Wohlfühlen in Island – Ferienhausurlaub oder Elfen und Trolle – Ferienhausurlaub mit Kindern.

Herbst in Island: Unterwegs in der Farbenpracht

Es gibt viele Gründe, im Herbst nach Island zu reisen: Die Preise sind, wie im Frühjahr, niedriger, beliebte Highlights dafür deutlich weniger überlaufen. Das Schönste am isländischen Herbst: Die Natur verfärbt sich, die Landschaft bietet ein atemberaubendes Farbenspiel aus Gelb-, Orange- und Rot-Tönen, das Anfang Oktober seinen Höhepunkt erreicht.

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Wanderung durch Herbstwald in Ostisland

Während der September temperaturtechnisch noch „sommerlich” angehaucht sein kann, sinken im Oktober und November die Temperaturen empfindlich – dafür steigen die Chancen auf die Sichtung von Polarlichtern mit jedem Tag. Beliebte Outdoor-Aktivitäten wie Wanderungen, Reittouren sowie Whale Watching sind noch möglich, die Saison der Eishöhlen-Touren beginnt. Island in seiner ganzen Farbenpracht könnt ihr zum Beispiel bei der Islandrundreise im Herbst erleben, die unter anderem den Golden Circle, die Südküste, das Mývatn-Gebiet und die markanten Ostfjorde mit einschließt.

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Herbst in Island: Tolle Reisezeit für eine Rundreise mit dem Mietwagen

Winter in Island: Zeit der Polarlichter & Eishöhlen

Gletscherwanderungen, zugefrorene Wasserfälle, Eishöhlen-Touren, der Zauber der Nordlichter, Entspannen in einem Thermalbad, verschneite Landschaft – Island im Winter ist eine magische Zeit. Die Tageslichtstunden sind verglichen mit den anderen Jahreszeiten natürlich deutlich geringer, die Temperaturen liegen öfter um den Gefrierpunkt, aber mit guter Tagesplanung (Anfahrten zu Sehenswürdigkeiten in der Dunkelheit), guter, wintergerechter Kleidung, dem richtigen Auto (abseits der Ringstraße Allradfahrzeug nutzen) und guter Vorbereitung (Wetter-Apps nutzen) wird jede Reise im winterlichen Island ein tolles Erlebnis.

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Winterwunderland in Island

Wer in den isländischen Winter eine (gute) Woche hineinschnuppern will, für den sind zum Beispiel die 8-tägige Reise Gletscher, Nordlichter und heiße Quellen und der 6-tägige Trip Silvester in Island – Nordlichter & heiße Quellen rund um den Jahreswechsel ideal.

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Spektakulär: Tour durch eine natürliche Eishöhle

Wer die Faszination des isländischen Winters länger erleben will, der kommt mit den Reisen Naturgewalten zwischen Feuer und Eis  und Elfen und Trolle im Land aus Feuer und Eis voll auf seine Kosten. Angst vor dauertiefen Temperaturen sind dabei unbegründet – Island hat ein maritimes Klima mit kühlen Sommern, milden Wintern und viel Wind.

Wie ist das Wetter in Island?

Ein Überblick zu Temperaturen und Tageslicht

Monat Stunden mit Tageslicht Höchsttemperatur / Tiefsttemperatur im Durchschnitt
Januar 4–6 2° / -3°
Februar 7–10 3° / -2°
März 10–13 4° / -2°
April 13–16 6° / 0°
Mai 16–20 9° / 4°
Juni fast 24 12° / 7°
Juli fast 24 13° / 7°
August 14–17 12° / 8°
September 11–14 10° / 5°
Oktober 8–11 7° / 2°
November 5–7 3° / -1°
Dezember 4–5 2° / -2°
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Den Islandpferden ist die Jahreszeit egal – sie sind Januar bis Dezember draußen

Wann ist die perfekte Island-Reisezeit für mich?

Eine Checkliste

Ihr wollt während eures Island-Urlaubs unbedingt das Hochland besuchen? Dann müsst ihr unbedingt im Sommer kommen, in keiner anderen Jahreszeit ist es sonst möglich. Ihr wollt unbedingt Polarlichter sehen? Dann ist der Sommer wiederum nicht günstig, und der Winter wäre die beste Reisezeit. Mit unserer kleinen  Checkliste könnt ihr euch einen Überblick verschaffen, welche Outdoor-Aktivitäten in Island wann möglich sind.

 

Das möchte ich tun: Frühling Sommer Herbst Winter Hauptsaison
Besuch Golden Circle ja ja ja ja
Whale Watching ja ja ja ja Mai bis September
Eishöhlentour ja nein ja ja November bis März
Besuch Hochland nein ja nein nein
Papageitaucher‑Beobachtung ja ja nein nein
Polarlichter sehen ja nein ja ja
Gletscherwanderung ja ja ja ja Mai bis September
Lavatunnel und Höhlen ja ja ja ja Für Lavahöhlen mit Eisformationen: November bis März
Baden in natürlichen heißen Quellen ja ja ja ja
Reittouren ja ja ja ja Reittouren im Hochland: Nur Juni bis Anfang September möglich
Schnorcheln und Tauchen ja ja ja ja
Geführte Vulkanwanderung ja ja ja ja
Boots-/Zodiaktour Gletscherlagune Jökulsárlón eingeschränkt ja eingeschränkt nein Mai bis Oktober
Hornstrandir-Wanderung eingeschränkt ja eingeschränkt nein Nur von Mai bis September möglich
Kajak-/Rafting-Touren eingeschränkt ja eingeschränkt nein Nur von Mai bis September möglich
Skifahren eingeschränkt nein eingeschränkt ja Im Norden häufig bis in April möglich
Skitouren eingeschränkt nein eingeschränkt ja Im Norden häufig bis in April möglich
Schneemobil-Touren eingeschränkt nein eingeschränkt ja
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Beste Reisezeit für Island? Egentlich immer!

Fazit

Die beste Reisezeit für Island liegt zwischen dem 1. Januar und dem 31. Dezember, denn jede Jahreszeit hat ihren ganz eigenen, unverwechselbaren Reiz und bietet handfeste Vorteile, was Kosten, Besucheraufkommen, gutes Wetter, Papageitaucher, Polarlichter, Schnee oder Hochlandbesuche angeht. Der Sommer punktet mit langen Tagen und vielen Outdoor-Möglichkeiten, der Winter mit Schneelandschaften und Polarlichtern, Frühling und Herbst haben die klassischen Nebensaison-Vorteile wie weniger Kosten und weniger Touristen.

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Unterwegs in Island auf der Ringstraße

FAQ

Wann ist die schönste Zeit, nach Island zu reisen?

Die schönste Reisezeit in Island hängt von persönlichen Vorlieben ab, denn jede Jahreszeit hat ihre Vorteile. Die beliebteste Reisezeit für Island ist, wenn man die Besucherzahlen betrachtet, auf jeden Fall der Sommer mit seinen vielen Tageslichtstunden.

Wann ist die beste Zeit für Polarlichter in Island?

Zwischen September und April ist die beste Zeit, um Polarlichter in Island zu sehen, denn dann sind die Nächte lang und dunkel genug. Die besten Chancen auf Polarlichter hat man bei klaren Nächten außerhalb von Städten und größeren Orten, wenn es möglichst wenige künstliche Lichtquellen gibt.

Wann ist Nebensaison in Island?

Die Nebensaison in Island, in der die Kosten für Flug, Unterkunft und Mietwagen niedriger sind, ist zwischen September und Mai (ausgenommen die Weihnachtszeit, in der es tendenziell wieder etwas teurer ist).

 

 

Bilder: Alle Fotos von Thomas Linkel, außer Bild Papageitaucher: Michael Blum und Bild Eishöhle: Jonatan Pie

 

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