Ferienhaus in Südisland
Ferienhaus in verschneiter Landschaft

Island im Winter: Urlaub zu zweit, ein Ferienhaus, ein Hot Pot – und unzählige Abenteuer

Beim Anflug auf Keflavík funkeln die Gletscher in der tiefstehenden Sonne. Ganz Island ist im Schnee versunken, wie mit Zuckerguss überzogen. Ab und an tauchen winzige schwarze Punkte auf, Höfe, die vom gleißenden Weiß fast verschluckt werden, dann wieder schlängelt sich das graue Band der Ringstrasse über sanft geschwungene Schneehügel.

Wir reisten im Winter nach Island – und hofften auf Nordlichter, atemberaubende Landschaften, Stürme und kristallklaren Himmel, Wanderungen in der Einsamkeit und das wohlige Gefühl der Wärme nach einem kalten Tag.

Island im Winter: Ein Traum aus Schnee und Eis

Bevor wir für eine Woche Romantikurlaub das Ferienhaus Óskasteinn , etwa 70 Kilometer östlich von Reykjavík, bezogen, deckten wir uns mit genügend Proviant im Supermarkt von Selfoss ein. Im Kofferraum unseres Mietautos stauten sich jetzt nicht nur die Koffer mit den dicken Winterklamotten, sondern auch frische Kirschtomaten und Paprika aus Fludír, Gurken und Bananen aus Hveragerđi, eine Lammkeule aus Hella, geräucherter Saibling vom Myvatn, Milch und Skyr aus Selfoss. Alles in allem genug, um im Notfall eine Woche sehr angenehm im Ferienhaus zu überleben.

Was folgte, waren Tage, die mit einem späten Frühstück begannen. Anschließend füllten wir unsere Thermosflasche mit heißem Tee und schmierten Butterbrote, die wir dick mit Saibling belegten. Sobald das Dunkel der Dämmerung sich in kühles Blau verwandelte, kletterten wir in unseren Jeep und erkundeten den Golden Circle.

Hot Pot am Ferienhaus
Hot Pot hinter dem Ferienhaus
Gemütlicher Tag im Ferienhaus
Buch und heißer Tee im Ferienhaus

Winterwunderland am Golden Circle

Wir standen alleine am Aussichtspunkt über dem größten See Islands, dem Þingvallavatn. Rund um uns ersteckte sich eine weiße Weite. Einige Ränder des Sees waren zugefroren, der größte Teil aber spiegelte das Dunkelblau des Himmels. Im Westen dampfte das eothermische Kraftwerk von Nesjavellir, im Nordosten begann die Schneewüste des Hochlands.

Islandpferde in Südisland
Islandpferde trotzen dem härtesten Winter

Am selben Tag wanderten wir durch tiefen Schnee am Ufer des Flusses Ölfusá entlang und stärkten uns anschließend im Bókakaffið zwischen Büchern und japanischen Touristen mit einer heißen Schokolade und viel Sahne.

Einen Tag verbrachten wir in stundenlanger Schleichfahrt zum Strand von Vík. Es stürmte und toste so sehr, dass wir manchmal auf der Ringstraße stehen bleiben mussten, weil wir einfach nichts außer Weiß sahen. Weiß überall. So viel Weiß, dass manchmal sogar die Spitze der Motorhaube unsichtbar wurde. Als wir endlich Vík erreichten, trauten wir uns kaum auf den Strand. Wir standen einfach da, der Wind beutelte uns und die Feuchtigkeit fuhr uns in alle Glieder, aber das Tosen des Atlantiks raubte uns den Atem und davon konnten wir uns kaum mehr losreißen.

Straße im Winter
Schneebedeckte Straße in Südisland

Geysir bei sternenklarer Nacht

Den Geysir Strokkur erlebten wir am Beginn einer sternenklaren Nacht. Es war acht Uhr abends und bitterkalt, aber wir waren die einzigen Besucher der Springquelle und stellten uns so, dass wir nach einem Ausbruch immer noch für den Hauch einer Sekunde die Hitze der Dampfsäule spürten. Anschließend verzogen wir uns zum Aufwärmen in den Hot Pot hinter unserem Häuschen und beobachteten bis zur Nasenspitze eingetaucht, wie Nordlichter über den Fluss Sog zogen. Völlig verschrumpelt holten wir später die Lammkeule aus dem Ofen, lasen gemütlich auf der Couch sitzend unsere Bücher und knabberten isländische Kex Cookies.

Es gab Tage, an denen wechselte das Wetter alle zwanzig Minuten. Wir erlebten Schneestürme und einen Tag später Tauwetter. Manchmal konnten wir ohne Mütze und Winterjacke im Windschatten unseres Ferienhauses in der Sonne sitzen, dann wieder war der Wind so schneidend, dass wir unter vier Lagen fröstelten.

Ferienhaus unter Nordlicht
Bunte Nordlichter über Ferienhaus in Island

Glitzernde Eiskaskaden am Gulfosss

Am letzten Tag machten wir uns auf den Weg zum Goldenen Wasserfall, Gullfoss. Ein eisiger Wind wehte über die Piste und bildete flüchtige Kunstwerke aus Eiskristallen. Von Wind und Schnee zerzauste Islandpferde drängten sich im Windschatten eines Hügels dicht aneinander. Als wir den Gullfoss erreichten, war das Wasser im blauen Dunkel der Schlucht zu silbrig-weißen Eiskaskaden erstarrt. Dann zerriss ein Krachen die Stille und ein gewaltiger Eispfeiler verschwand in der Tiefe. Bald darauf wurden die die Schatten länger, Tag und Nacht bildeten langsam ein graues Zwielicht. Atem ballte sich zu Dampf. Und dann, fast unmerklich, begann es zu schneien.

Lust bekommen auf Urlaub zu Zweit in der Winteridylle im isländischen Ferienhaus ? Unser Team von Katla Travel berät euch jederzeit gerne, wenn ihr die kalte Jahreszeit auf der Insel verbringen wollt.

 Gullfoss in Schnee und Eis

Der Wasserfall Gullfoss im Winter

 

Bilder: Jonatan Pie, Gianluca Zuccarelli, Thomas Linkel, Bailey Zindel, Annie Spratt, Nicolas. J. Leclercq

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