Spektakuläre Halbinsel Reykjanes: Unsere 10 Top Sehenswürdigkeiten

Lust auf isländische Urlandschaft direkt nach der Ankunft am Flughafen? Dann ist die Halbinsel Reykjanes genau das Richtige, denn hier gibt es: Vulkane, brodelnde Hochthermalgebiete, abwechslungsreiche Küste, hochlandähnliche Landschaften und die Städte Reykjavík und Hafnarfjördur in unmittelbarer Nähe. Also, auf geht’s nach Reykjanes!

Die Halbinsel Reykjanes, gerade einmal 70 Kilometer lang und 25 Kilometer breit, lassen viele Reisende bei ihrer Fahrt vom Flughafen Keflavík nach Reykajvík im wahrsten Sinne des Wortes “links liegen”. Dabei gibt es hier, am südwestlichsten Zipfel von Island, unglaublich viel Spektakuläres zu entdecken. Hier die 10 Spots, die ihr auf Reykjanes unbedingt besuchen solltet:

  1. Gute Aussichten in Gardskagi: Leuchttürme und mehr
  2. Einkaufen zwischen Elfen: die Stadt Hafnarfjördur
  3. Nördlichste Hauptstadt der Welt: Auf nach Reykjavík!
  4. Im Herzen des Vulkans: Eine Fahrt IN den Three Peaks Crater
  5. Ein Weltwunder auf Reykjanes: Die Blaue Lagune
  6. Lavapool am Atlantik: der Brimketill
  7. Ungeheuer schön: Der See Kleifarvatn
  8. Kurz mal nach Amerika: Brücke zwischen den Kontinenten
  9. Herz des Reykjanes UNESCO Global Geopark: Gunnuhver
  10. Das Vogelparadies von Reykjanes: Hafnaberg

1. Gute Aussichten in Gardskagi: Leuchttürme und mehr

Kurz hinter Keflavík führt die Straße 45 bis an die Nordspitze von Reykjanes zum Dorf Gardur (auf der Halbinsel Gardskagi) und seinen beiden Leuchttürmen. Der neure, etwas weiter landeinwärts liegende ist mit seinen 28 Meter Höhe der höchste Leuchtturm Islands und bietet eine fantastische Aussicht über Reykjanes und das Meer. Bei gutem Wetter reicht der Blick sogar über die Bucht Faxaflóí bis zum Vulkan Snaefellsjökull auf der Snaefellsnes-Halbinsel, die ca. 80 Kilometer Luftlinie nördlich von Reykjanes entfernt liegt. Ein einmaliger Anblick!

Halbinsel Reykjanes: Urlandschaft zwischen Flughafen und Reykjavík .
Urlandschaft gefällig? Dann ist die Halbinsel Reykjanes genau das Richtige.

In den Gebäuden direkt neben dem neueren Leuchtturm befindet sich ein Heimat- und Seefahrtsmuseum. Gardur hat darüber hinaus einen guten Campingplatz, ein Schwimmbad und ist ein Eldorado für Vogelliebhaber sowie guter Ausgangspunkt für ausgiebige Spaziergänge. Auf dem Weg nach Sandgerdi zum Beispiel lassen sich neben Seevögeln mit etwas Glück auch Robben und Wale beobachten!

2. Einkaufen zwischen Elfen: die Stadt Hafnarfjördur

Über die schmale Küstenstraße 420 verlässt man die nördliche Spitze von Reykjanes und fährt weiter Richtung Osten: Dabei eröffnen sich tolle Blicke über die Bucht Faxaflóí und mit etwas Glück auch auf einen Wal! (Die Chancen auf Wal-Beobachtung steigen jedoch deutlich, wenn man von Vogar aus eine Whale Watching Tour startet!). Nach nur wenigen Kilometern erreicht man die Stadt Hafnarfjördur: Hier gibt es zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten, ein perfekt restauriertes Heimatmuseum, gute Restaurants, nette Cafés und eine hübsche Hafenpromenade.

Beliebtes Ziel auf Reykjanes: die Stadt Hafnarfjörður.
Beliebt bei Elfen, Einheimischen – und BesucherInnen: Die Stadt Hafnarfjörður.

Und: Für alle, die an Übersinnlichem interessiert sind, hat die Stadt Hafnarfjördur einen ganz besonderen Stadtplan herausgegeben: In ihm ist eine 6 Kilometer lange „Elfenroute“ eingezeichnet, an der sich die Wohnorte von Elfen, Lichtfeen und anderer Angehörige des sogenannten „Verborgenen Volkes“ befinden. Für die ist Hafnarfjördur nämlich einer der beliebtesten Wohnstätten der ganzen Insel (https://www.alfar.is/)!

3. Nördlichste Hauptstadt der Welt: Auf nach Reykjavík!

Nur einen Katzensprung von Hafnarfjördur entfernt liegt Reykjavík, die Hauptstadt von Island. Wer kann, sollte sich unbedingt zwei Tage Zeit nehmen für die Besichtigung der zahlreichen Sehenswürdigkeiten und um das Flair zu genießen. Must-sees sind auf jeden Fall die architektonisch herausragende Konzerthalle Harpa, der Alte Hafen, die Hallgrímskirkja in der Mitte der Altstadt und das lebendige Einkaufs- und Ausgehviertel rund um den Laugavegur.

Eines der vielen Highlights auf Reykjanes: die Hallgrímskirkja in Reykjavík.
Spektakulär: Die Hallgrímskirkja vor dramatischem Himmel in Reykjavik.

Reykjavík ist außerdem idealer Ausgangspunkt für kurze Ausflüge oder längere Trips: In der nahen Bucht Faxaflói starten beispielsweise Whale-Watching- oder Hochseeangel-Touren, im Umland der Stadt gibt es einige Anbieter von Reittouren – und zum berühmten Golden Circle oder zum Nationalpark Thingvellir ist es ebenfalls nicht weit.

4. Im Herzen des Vulkans: Eine Fahrt IN den Three Peaks Crater

Eine spektakuläre Tour, die weltweit einmalig ist, startet ganz in der Nähe von Hafnarfjördur – am schlafenden Vulkan Thríhnúkagígur, auf Englisch „Three Peaks Crater“. Vom Besucherzentrum (erreichbar über die Ringstraße Richtung Hveragerdi und dann über die Landstraße 417 Richtung Südwesten bis zum Skigebiet Bláfjöll) wandert man mit einem Guide zunächst knapp eine Stunde auf einem extra für die Tour angelegten Pfad vorbei an moosbedeckten Lavaformationen und überquert dunkle Erdspalten.

Top-Event auf Reykjanes: Die Fahrt IN den schlafenden Vulkan Thrihnukagigur
Eines der Top-Events auf Reykjanes: Die Fahrt IN den schlafenden Vulkan Thrihnukagigur (Three Peaks Crater).

Nach Ankunft am etwa 4.000 Jahre alten Vulkankrater wird es atemberaubend: BesucherInnen werden angegurtet und fahren dann in einem offenen Fensterputzerlift 120 (!) Meter in die Magmakammer hinab, die so groß ist, dass selbst die Hallgrímskirkja in ihr Platz hätte. Ein unvergesslich intensives, wenn auch nicht ganz billiges Erlebnis.

5. Ein Weltwunder auf Reykjanes: Die Blaue Lagune

Sie war ursprünglich nur das Abwasserbecken eines Kraftwerks und ist heute eine der berühmtesten und meistbesuchten Orte Islands: die Blaue Lagune zwischen dem Flughafen Keflavík und der Hauptstadt Reykjavík. Das berühmte Thermalfreibad liegt inmitten eines bizarr zerklüfteten, im 13. Jahrhundert entstandenen Lavafelds mit dem einladenden Namen Illahraun, auf Deutsch Lava des Bösen, aber keine Sorge: Der Name rührt von der Unwirtlichkeit der Gegend, böse ist hier gar nichts, in der Blauen Lagune wird einfach nur gebadet und entspannt und genossen.

Ein Weltwunder auf Reykjanes: Die Blaue Lagune
Perfekt zwischen gelegen: Die Blaue Lagune

Denn es ist wirklich Wellness pur, sich im 38 Grad warmen, milchig-blauen Wasser (Kieselerde, Mineralsalze, Algen) zu räkeln, vielleicht einen Drink in der Hand, und die umliegende Landschaft zu bewundern. Nicht nur das Becken der Blauen Lagune wurde im Laufe der Jahre stetig vergrößert (zuletzt 2016 von 5000 auf 8700 Quadratmeter), sondern auch alles andere: Mit seinen Wellness-Bereichen, Lava-Grotten und -Inseln, Gastronomie, Hotel und einem Konferenzzentrum hat sich die Blaue Lagune mittlerweile zu einer stattlichen Event-Location entwickelt, deren Besuch auch ihren Preis hat.

6. Lavapool am Atlantik: der Brimketill

Ein Badeplatz der ganz anderen Art ist der vom Meer ausgewaschene Lavapool Brimketill etwas südwestlich von Grindavík. Ein kurzer Weg vom Parkplatz an der Straße 425 führt zur Aussichtsplattform oberhalb des Beckens, wo die Naturgewalten Islands dann im wahrsten Sinne des Wortes „hautnah“ zu erleben sind: Denn wenn der Wind stark und die Wellen hoch sind, wird man garantiert „abgeduscht“, es gilt also, ein wenig aufzupassen.

Umgeben vpn Lavafelsen: Der Natur-Pool Brimketill auf Reykjanes.
Toll, aber nur zum Gucken: Lavapool Brimketill.

Zum Baden ist Brimketill nicht geeignet – die Einzige, die hier das kalte Wasser des Atlantiks einst regelmäßig genossen hat, war der Legende nach die Riesin Oddný, die der Lavafelsenküste auch ihren Namen gab: Oddnýjarlaug.

7. Ungeheuer schön: Der See Kleifarvatn

25 Kilometer entfernt von Reykjavík und 10 Kilometer südöstlich von Hafnarfjördur liegt der Kleifarvatn, der größte See auf der Halbinsel Reykjanes und mit etwa 97 Metern einer der tiefsten in ganz Island. Die Landschaft hier erinnert mit ihren Tuffformationen und moosbewachsenen Lavafelsen an Teile des isländischen Hochlands und ist wirklich spektakulär. Südlich des Sees befindet sich das Hochthermalgebiet von Krýsuvík und nicht weit davon der fast vollständig bemooste Vulkankrater Stóra-Eldborg. In der Nähe liegt  auch der Vulkan Fagradalsfjall, der im März 2021 ausgebrochen ist und mehrere Monate für spektakuläre Eruptionen und Lavaströme sorgte.

Einer tiefsten Seen Islands liegt auf reykjanes: der Kleifarvatn.
Umgeben von Lavaküste, bewohnt Ungeheuer: der See Kleifarvatn.

Übrigens: Isländischen Volksagen nach lebt im Kleifarvatn, wie auch in den Seen Lagarfljót und Skorradalsvatn, ein Seeungeheuer, das einem Riesenwurm ähnelt … Ein bisschen Aufmerksamkeit beim Steine-ins-Wasser-Werfen kann also nicht schaden …

8. Kurz mal nach Amerika: Brücke zwischen den Kontinenten

Nirgendwo gelangt man so schnell von Europa nach Amerika wie an der Südwestspitze von Reykjanes – da beträgt die Distanz nämlich lediglich 15 Meter: Einfach die direkt an der Landstraße 425 gelegene „Brücke zwischen den Kontinenten“ („Midlína“) überqueren und so zwischen der nordamerikanischen und der eurasischen Kontinentalplatte hin und her gehen.

Beliebtes Ziel auf Reykjanes: die Brücke zwischen den Kontinenten.
In Sekunden nach Amerika? Auf der Brücke zwischen den Kontinenten kein Problem.

Spannend: Reykjanes ist das weltweit einzige Gebiet, in dem sich der 65.000 Kilometer lange Mittelatlantische Rücken aus dem Atlantik an die Oberfläche erhebt und seine geologischen Ausprägungen sichtbar werden, u.a. durch Hochthermalgebiete, tiefe Erdspalten, Vulkane und Tuffgebirge.

9. Herz des Reykjanes UNESCO Global Geopark: Gunnuhver

Hot Spot von Reykjanes im wahrsten Sinne des Wortes: das Geothermalgebiet Gunnuhver.
Heißer wird es nicht in Island: das Geothermalgebiet Gunnuhver.

Das Geothermalgebiet Gunnuhver ist das Herzstück des 829 Quadratkilometer großen Reykjanes UNESCO Global Geopark. Er wurde geschaffen, um die Einzigartigkeit der Region zu schützen und seine geologische Vielfalt bekannter zu machen. In Gunnuhver zischt, brodelt und dampft es aus Quellen, unter denen die Temperaturen bis zu 300 Grad betragen – heißer wird es nicht in Island!

Wie für ein Hochtemperaturgebiet typisch haben die austretenden Gase die Erde in verschiedenen Rot, Gelb-, Grau- und Blautönen gefärbt – ein faszinierender Kontrast zur schwarzen Lavalandschaft der Umgebung, auf der es nur spärliche Vegetation gibt.

10. Das Vogelparadies von Reykjanes: Hafnaberg

Nicht weit von der „Brücke zwischen den Kontinenten“ entfernt liegt Stóra-Sandvík – eine wunderschöne Bucht mit schwarzem Lavasand und Dünen, auf denen Strandhafer im Wind wogt. Nur gut 5 Kilometer weiter nördlich befinden sich dann die Steilklippen von Hafnaberg, wo man an der Küste entlangwandern und Eissturmvögeln, Dreizehenmöwen und Tordalken beobachten kann, die das Areal als Brutgebiet nutzen.

Atemberaubend: die Küste von Reykjanes.
Atemberaubend: die Küste von Reykjanes.

Ganz an die Küste kann man nicht fahren, aber vom Parkplatz an der Straße 44 führt ein etwa 2,5 Kilometer langer, mit Steinmännchen markierter Pfad direkt zu den Klippen. Allein der Spaziergang durch die Lavafelder ist schon ein tolles Erlebnis.

 

Ihr habt Lust auf noch mehr Reykjanes? Eine wunderschöne Tour durch Reykjanes findet ihr im Blog von unseren Freunden von Viatis. Einfach HIER klicken.

 

Und: Einige der Highlights von Reykjanes, darunter natürlich auch der Reykjanes UNESCO Global Geopark, könnt ihr zum Beispiel bei dieser Katla-Winterreise besuchen.

 

Fotos: Reykjanes Tourism, Hafnarfjödur Tourism, Thomas Linkel, Unsplash: Mia F, Sigurdur Fjalar Jonsson, Stephen Leonardi

 

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