Unbedingt anschauen: “Gegen den Strom” – ein isländisches Kino-Juwel

Eine Frau allein gegen die Regierung, gegen Strom- und Aluminiumkonzerne. Eine Frau, die sich mit einfachen Mitteln gegen moderne Überwachungstechniken wehrt. Eine Frau, der die isländische Natur einerseits Schutz bietet, andererseits das Letzte abverlangt. Eine Frau, tief verwurzelt mit ihrem Heimatland. Eine Frau, so verletzlich, so mit Leben erfüllt, wie isländisches Moos.

Halldóra Geirharðsdóttir spielt Halla, ebendiese Frau, mit einer Mischung aus körperlicher Furiosität und stiller Insichgekehrtheit. Sie zeichnet einen Menschen, der nicht nur eines der letzten intakten Ökosysteme Europas bewahren, sondern auch einem Waisenkind Geborgenheit und eine gute Zukunft geben will. Ohne intakte Natur aber keine Zukunft, das hat sie verinnerlicht.

Grandiose Landschaft, beeindruckende Menschen: Island pur auf der Leinwand

In Halla vereinen sich Härte und Wärme, Unbeugsamkeit und Familiensinn, lokales mit globalem Handeln. „Gegen den Strom“ kommt mit einer erzählerischen und bildlichen Wucht, der man sich nicht entziehen kann und die absolut sehenswert ist. Regisseur und Co-Autor Benedikt Erlingsson inszenierte einen Film vor grandioser isländischer Landschaft mit wunderbaren Darstellern und trotz des brennend aktuellen Themas immer wieder mit sympathischer Skurrilität.

Halldóra Geirharðsdóttir ist als Beste Hauptdarstellerin für den Europäischen Filmpreis nominiert. Der Film gewann den Nordic Council Film Prize 2018.

Hier findet ihr den Trailer für den Film “Gegen den Strom”