Frau mit Islandpullover im Lupinenfeld
Die richtige Kleidung in Island - ein Islandpullover

Schlechtes Wetter? Einfach richtig anziehen!

Bekleidungstipps für Islandreisende

Woran erkennt man das Gate für den Flug nach Island? Genau, an den wanderschuhbewehrten und Hightech-Outdoorjackentragenden Reisenden. Ich gucke im Abflugbereich nicht auf die Anzeigetafel, ich schlendere ihnen einfach hinterher. Und dann steige ich in Keflavík aus und freue mich über die Werbeplakate isländischer Outdoorbekleidungsmarken. Da stehen dick in Parkas vermummte Frauen vor verschneiter Landschaft, bärtige Typen vor tosendem Meer oder eine Gruppe Models mit Islandpullovern im Moos. Die Hersteller heißen Icewear, Cintamani, 66° North oder ZO-ON und jeder, der vielleicht doch die Regen- oder Winterklamotten daheim vergessen hat, kann sich in den Shops eindecken. Das nötige Kleingeld vorausgesetzt.

Welche Kleidung für Island?

Sonnenbrille, Mütze und Badeklamotten

Welche Bekleidung für eine Islandreise gehört also ins Gepäck? Natürlich Badesachen! Denn ich teste jeden Hot Pot, der auf meinem Weg liegt! Weil ich aber auch außerhalb unterwegs bin, habe ich immer eine Mütze und leichte Fleecehandschuhe dabei. Übrigens im Handgepäck, für den Fall, dass das eingecheckte Gepäck nicht mitkommt. Und natürlich eine Sonnenbrille gegen die tiefstehende Sonne. Kontaktlinsenträger sollten bedenken, dass der Wind oft feinen Sand aus der Hochlandwüste und den Sandergebieten transportiert und die Augen reizen kann.

Müffelfrei wandern

Auf keinen Fall fehlen darf eine wind- und wasserdichte Hardshelljacke, Wind und Regen sind sehr hartnäckige isländische Begleiter. Wer draußen intensiver unterwegs ist und zeltet, der sollte auch eine Regenhose einpacken. Weil ich keine Lust habe, auf der Ringstraße und im Ferienhaus wie ein Expeditionsteilnehmer auszusehen, ziehe ich darunter eine Jeans und einen leichten Woll- oder Fleecepulli an. Für Hiker, Zeltschläfer und Hochlandenthusiasten empfiehlt sich eine robustere Wanderhose mit verstärkten Kniepartien. Wer sicher gehen will, nicht zu frieren, der trägt ein Wollunterhemd. Das ist gemütlich, hält warm, trocknet schnell und müffelt sehr viel später als ein Synthetikteil. Und schon ist der Zwiebellook fertig.

Ach ja, die Schuhe. Islands Untergrund ist rau. Egal, ob ich im Hochland unterwegs bin oder nur kurze Wandertouren am Rand der Ringstraße plane, ich trage immer leichte Trekkingschuhe. Bei intensiveren Touren habe ich alte Turnschuhe für Flussdurchquerungen dabei, Trekkingsandalen gehen natürlich auch.

Und was ist eigentlich mit einem Islandpullover? Isländer haben damit Jahrhunderte stürmisches Wetter überstanden, zusammen mit einer wind- und wasserdichten Jacke eine klasse Wahl. Und auf Fotos ist er unschlagbar!