Entlang des Gletschers: Eine Wanderung in Skaftafell.

Eine atemberaubende Wanderung in Skaftafell

Schon die Anfahrt verläuft spektakulär. Und dann die Wanderung erst! Sie ist auch für weniger Fitte geeignet und gespickt mit sensationellen Sehenswürdigkeiten, Ausblicken und Picknickplätzen, mit Gletscherpanorama, Wasserfällen und Basaltsäulen. Heute stellen wir euch eine Rundwanderung im Gebiet Skaftafell (Vatnajökull-Nationalpark) vor, die bei keiner Reise durch Südisland fehlen sollte.

Skaftafell: Anfahrt mit Aussicht

Der Weg ist nicht immer das Ziel, aber auch der Weg kann sich tief ins Gedächtnis eingraben. So ist es zumindest, wenn man sich dem Gebiet Skaftafell über die Ringstraße nähert und dabei den Skeiðarársandur durchquert, eine eindrucksvolle Schwemmlandebene aus schwarzem Sand und Gletschergeröll, durch die zahlreiche, von langen Brücken überspannte Flüsse fließen.

Der Weg ist das Ziel: Anfahrt auf Skaftafell.

1996, als der letzte Gletscherlauf stattfand, wurde die alte, über 900 Meter lange Skeiðarárbrú-Brücke komplett zerstört – massive, aber völlig verbogene Stahlträger erinnern an einem Parkplatz eindrücklich an die Kraft dieses Naturereignisses. Immer im Blick während unserer Anfahrt: Der Vatnajökull, Islands größter Gletscher, der sich im Hintergrund erhebt.

Durch den Polarbirken-Wald

Skaftafell in Südisland bietet eine eine große Auswahl an Wanderungen
Skaftafell: Über den Bohlenweg nach oben.

Wir starten vom Parkplatz des Nationalparks und wenden uns kurz nach dem Besucherzentrum auf den Weg S5/S6 in Richtung des Aussichtspunktes Sjónarnípa. Es geht in angenehmer Steigung nach oben, meist über einen gut befestigten Bohlenweg. Hin und wieder überqueren wir ein leise plätscherndes Bächlein. Die Blätter der Polarbirken und Eschen leuchten grün in der Sonne, links und rechts des Pfads wächst und gedeiht es üppig – Skaftafell hat, verglichen mit anderen Orten in Island, ein mildes Klima mit ganz eigener Fauna und Flora. Auf der Höhe von Hrútagil halten wir an und staunen: Richtung Südwesten verläuft bis zum Horizont der von schimmernden Flussläufen durchzogene Skeiðarársandur. Doch der Ausblick soll noch besser werden …

Der Gletschersee des Skaftafellsjökull, rechts die Ausläufer des Skeiðarársandur.

Picknick mit Gletscher-Panorama

Blick auf die Gletscherzunge des Skaftafellsjökull.
Eis-Pause: Blick auf die Gletscherzunge des Skaftafellsjökull.

Wir gehen weiter bis zum Aussichtspunkt Sjónarnípa, wo wir nicht nur den Skeiðarársandur, sondern auch die Gletscherzunge des Skaftafellsjökul in Gänze sehen: zehn Kilometer lang und fast zweieinhalb Kilometer breit, eine gigantische Riesenrutsche aus Eis und Schnee, Teil des über 8000 Quadratkilometer großen Vatnajökull, des größten Gletschers Europas. In den unterschiedlichsten Blautönen schieben sich die gewaltigen Eismassen Richtung Tal, dazwischen ist der Gletscher immer wieder schwarz von der Asche von Vulkanausbrüchen. Er mündet bzw. kalbt, wie es wissenschaftlich korrekt heißt, in einen Gletschersee, auf dessen stahlgrauer Oberfläche Eisschollen treiben. Der Ausblick ist einer der Höhepunkte in Skaftafell, und wir genießen ihn bei dick mit Lachs belegten Broten und warmem Tee.

Brotzeit beim Blick auf die Gletscherzunge des Skaftafellsjökull.
Landestypische Brotzeit bei bestem Wetter.

Wasserfall in Basalt-Arena

Durch die Hochebene zum Svartifoss.

Weiter geht es zu der wohl berühmtesten Sehenswürdigkeit in Skaftafell, dem Wasserfall Svartifoss. Gemütlich wandern wir über die Hochebene, queren wieder hin und wieder einen kleinen Bach. Der gletscherbedeckte Hvannadalshnúkur, mit 2110 Metern Höhe der höchste Berg Islands, erhebt sich in der Ferne gegen einen strahlend blauen Himmel. Der Svartifoss ist völlig zu Recht einer der beliebtesten Fotomotive Islands, nicht wegen seiner Höhe (ca. 20 Meter), sondern wegen der dunklen, wie Orgelpfeifen aneinandergereihten Basaltsäulen, vor denen die Wassermassen herunterstürzen. Beeindruckend sind auch die moosbedeckten Basaltblöcke, die rund um das Tosbecken verteilt sind.

Der Wasserfall Svartifoss in Skaftafell.

Noch mehr Wasserfälle

Der Svartifoss ist zwar der bekannteste Wasserfall in Skaftafell, aber bei Weitem nicht der einzige. Flussabwärts folgen noch der der Magnúsarfoss, der Hundafoss und der Þjófafoss, die wir auf dem letzten Stück unserer Rundwanderung alle noch kurz besuchen. Als wir wieder am Parkplatz stehen, sind wir sicher: Das wird nicht unsere letzte Wanderung in Skaftafell bleiben!

Skaftafell – eine einzige Wanderung hier ist nicht genug!

 

Fotos: Thomas Linkel

 

Die beschriebene und weitere Touren in Skaftafell findet ihr HIER:

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